Feuerwehr Hollenbach

Geschichte

Gründung

Die Freiwillige Feuerwehr Hollenbach wurde am 07. September 1881 in Hollenbach auf Antrag des damaligen Pfarrer H. H. Strauß gegründet. Anlass für diesen Antrag war wohl die schlechte Erfahrung mit einem großen Brand im Jahr 1879, der von einer wahrscheinlich weder richtig geschulten, noch entsprechend ausgerüsteten Pflichtfeuerwehr Hollenbach bekämpft wurde. Diese besaß als Ausrüstung nur eine alte tragbare Druckspritze, eine uralte Leiter und zwölf marode Wasserkübel. Diese "traumhafte" Ausrüstung bildete dann auch die Grundlage für die neu gegründete Freiwillige Feuerwehr mit immerhin 36 Gründungsmitgliedern.


Edi Schreier in alter Feuerwehruniform

Ausrüstung ständig verbessert

Im Laufe der Zeit wurde diese Ausrüstung natürlich beständig erweitert. So kamen 1885 eine Saugspritze, 1900 eine Anstellleiter mit Stützen und 1910 insgesamt 52 Dienströcke zur Komplettierung der Uniformen dazu. Im Jahre 1933 waren dann insgesamt 290 Meter Schlauch vorhanden. Wie überall verlor die Feuerwehr in den Kriegsjahren fast alle aktiven Feuerwehrleute, da diese zum Wehrdienst eingezogen wurde. Um diesen Mangel zu kompensieren, bildete der damalige Kommandant Martin Krammer jun. zwei Frauengruppen aus, die dann am 15. Mai 1945 bei der Bekämpfung eines Großbrandes in Igenhausen ihr Können mit Bravour unter Beweis stellten.


Schlauchturm und altes Feuerwehrhaus um 1950

Die Nachkriegszeit

Nach dem Krieg, als die ehemals aktiven Feuerwehrleute langsam wieder nach Hollenbach zurückkehrten, bauten die damaligen Kommandanten Josef Hirschinger und Adalbert Baur die am Boden liegende Feuerwehr wieder auf. 1950 entstand ein Feuerwehrhaus mit einem hölzernen Schlauchturm und 1951 wurde eine neue motorisierte Tragkraftspritze (TS 6) von der Firma Ziegler angeschafft.

Diese einfache TS 6 bildete die Ausgangsbasis für den immer hervorragenden Ausbildungsstand (erste Leistungsprüfung im Juli 1964) und die sich ständig erweiternde Ausrüstung der "modernen" Feuerwehr Hollenbach. Übrigens legte bereits 1981 die erste Damenmannschaft mit 0 Fehler die Leistungsprüfung ab. Von dieser Truppe sind immerhin heute noch zwei Frauen aktiv im Dienst.


Tragkraftspritze (TS 6) von 1951

Neues Feuerwehrhaus 1980

Für diese "moderne Wehr" wurde schon 1980 das bestehende Feuerwehrhaus zu eng und so zog die Feuerwehr 1983 zusammen mit der Gemeindeverwaltung in das neu erbaute Rat- und Feuerwehrhaus. Dank des Rückzuges der Feuerwehr Schönbach standen unserer Feuerwehr, unter unserem "jungen" Kommandanten Gerhard Orteld, hier zwei Stellplätze zur Verfügung, die mit dem damals vorhandenen Tragkraftspritzenanhänger und noch im selben Jahr mit unseren ersten Löschgruppenfahrzeug (LF 16) von der Werksfeuerwehr MAN belegt wurden. Bald darauf erhielt die Feuerwehr auch vier Atemschutzgeräte, welche den Einsatzwert der Feuerwehr Hollenbach beträchtlich erhöhte.


Gerätehalle (1983)

Bauplan des jetzigen Feuerwehr- und Rathauses

1994 wurde dann, nach zwei Jahren Wartezeit, unser neues LF 8/6, ausgerüstet mit schwerem Atemschutz und seinem Wassertank von immerhin 600 Litern, in Dienst gestellt.

Mit viel Eigenleistung wurde 1994/1995 das bestehende Rat- und Feuerwehrhaus umgebaut. Es entstanden die Schlauchpflegeanlage, der ca. 14 Meter hohe Schlauchturm und ein Schulungsraum mit Wasch- und Toilettenräumen.


Feuerwehr- und Rathaus in der Bauphase (1994)

1. Leistungsabzeichen THL im Jahr 1998

Aufstieg zur Rüstwehr

Nach einem schweren Verkehrsunfall in Igenhausen, bei dem unsere Wehr aufgrund fehlender Ausrüstung zum Zusehen verurteilt war, ermöglichten es private Spender 1998 den lang ersehnten Rüstsatz zur technischen Hilfeleistung anzuschaffen. Dieser war noch wenige Jahre zuvor vom damaligen Kreisbrandrat Siegried Geiger als nicht nötig abgelehnt worden.

1999 wurde die Jugendgruppe der Feuerwehr unter Jugendwart Walter Luksch gegründet, welche einmal pro Woche zur Übung zusammenkommt. Seit damals wurden mehr als 30 Jugendliche betreut und fast die Hälfte davon konnte in die aktive Wehr übernommen werden.

In den Jahren 2001 bis 2006 wurden die Atemschutzgeräte der Wehr modernisiert und die funktechnische Ausrüstung Stück für Stück auf den neuesten Stand gebracht. 2002 wurde uns vom Landkreis Aichach-Friedberg ein MZF zur Verfügung gestellt, das von uns benutzt, aber für Einsätze im Rahmen des Katastrophenschutzes bereitgehalten werden muss. Nach mehr als vier Jahren Wartezeit konnte dann 2006 endlich unser hochmodernes HLF 20/16 in Dienst gestellt werden und somit unser Einsatzwert noch einmal erhöht werden.


Anlieferung des Fahrgestells durch MAN in Gingen

Besuch bei Firma Ziegler

Übergabe des neuen HLF 20/16

Stetige Weiterbildung der Aktiven

Viele unserer Aktiven haben bereits alle Stufen der Leistungsprüfung (Gruppe im Löscheinsatz) durchlaufen und auch die Leistungsprüfungen technische Hilfeleistung werden im nächsten Jahr die ersten Aktiven mit Gold-Rot abschließen. Viele Kameraden haben auch Kurse wie Gruppenführer, Atemschutzgeräteträger, Maschinist oder Technische Hilfeleistung an den staatlichen Feuerwehrschulen besucht. Auch Feuerwehrinterne Lehrgänge, wie zum Beispiel Truppmann Teil I oder II werden regelmäßig durchgeführt. 2006 fand sogar ein Lehrgang zum Truppmann Teil I statt, bei dem, unter Leitung unseres 2. Kommandanten Matthias Göttler, auch Feuerwehrkameraden und –kameradinnen aus Igenhausen ausgebildet wurden.


Truppmann Teil I Hollenbach/Igenhausen
 
 
 
Mitglieder der Feuerwehr Hollenbach vor dem alten Schulhaus, 1900.
Erste Reihe liegend, von links: Anton Schiele, Josef Strobl, Josef Geil, Johann Haberle.
In der Mitte Pfarrer Johann Baptist Strauß und sein Kaplan.
Erste Reihe stehend von links: Konrad Wagle, Ludwig Betzmeir, Wirt Sedlmair, Xaver Egger, Kommandant Martin Krammer, Vorstand Bobinger, Lehrer Strauß, Adjutant Sedlmair jun., Schweiger, Hipolyt Bachmeier.
Zweite Reihe von links: Peter Pfaffenzeller, Josef Baur, Wurfbaum, unbekannt, Johann Bammer, Michael Wagner, Josef Fehrer, unbekannt, Paul Korntheur.
Dritte Reihe von links: Timotheus Reich, Johann Strobl, Anton Schoder, Michael Haas, Leonhard Schreier, Josef Baur, fünfmal unbekannt, Peter Dirrmeir, Josef Grabler, Siart Meßmer, Georg Röll, Anton Baur.
Letzte Reihe von links: Anton Katzenschwanz, Josef Aechter, Josef Dirrmeir, Josef Korntheur, Xaver Aechter, Franz Korntheur, Dominikus Wurfbaum, Andreas Götzenberger, Josef Seiler, unbekannt, Siart Stuber, Kaspar Arzberger.
 
Mitglieder der Feuerwehr Hollenbach vor dem Feuerwehrhaus, 2007.
Hintere Reihe von links: Alexander Pfister, Walter Luksch, Andreas Heider, Max Kucharczyk, Hannes Büttner, Josef Baur sen., Georg Wagle, Gerhard Specht, Johannes Aechter, Richard Eichner, Xaver Aechter
2. Reihe hinten von links: Xaver Egger, Josef Meßmer, Thomas Mayer, Michael Haas sen., Alois Penzes, Peter Korntheur, Michael Stöttner, Paul Korntheur, Anton Baur, Robert Reitmayr, Karl Katzenschwanz, Markus Penzes, Willi Attenberger, Erwin Spar jun., Josef Baur jun.
2 Reihe vorne von links: Otto Krammer, Erwin Spar sen., Siegfried Hammel, Georg Schiele, Matthias Göttler, Matthias Baur, Wolfgang Schiele, Maria Rappolder, Hildegard Penzes, Andreas Penzes, Ludwig Pfaffenzeller, Martin Schiele, Markus Baur
Festdamen: Julia Nefzger, Martina Spar, Monika Schreier, Katharina Mayer, Tanja Pfaffenzeller, Julia Pfaffenzeller, Eva Korntheur, Elisabeth Mayer, Sabrina Baur und Ramona Pitschi.